Bulgarien gehört zu den ältesten Staaten Europas. Das erste bulgarische Reich wurde im Jahr 681 begründet. Doch die Geschichte des Landes auf der Balkanhalbinsel reicht sehr viel weiter zurück: bereits 3.000 v. Chr. lebten Menschen auf bulgarischem Boden. Im Laufe der Jahrtausende hinterließen zahlreiche Kulturen ihre Spuren. Das Erbe der Thraker ist noch heute in Form von monumentalen Grabanlagen – darunter das UNESCO Welterbe Thrakergrab von Kazanlak –, Tempeln sowie Gold- und Silberschätzen sichtbar. Doch auch Griechen, Römer, Byzantiner und Osmanen prägten über die Jahrhunderte sowohl das Antlitz als auch die Kultur Bulgariens.
Bulgariens Geschichte hautnah erleben
Außergewöhnlich ist, wie nah die Spuren unterschiedlichster Epochen in Bulgarien beieinanderliegen. In Nessebar zeugen archäologische Funde von einer thrakischen Besiedlung, während das heutige Stadtbild ebenso Fundamente einer griechischen Kolonie wie byzantinische Kirchen und typische bulgarische Wiedergeburtshäuser zeigt. Auch unter den Straßen Sofias schlummert eine römische Vergangenheit: Rund um die antike Serdica sind Überreste von Straßen, Gebäuden und Befestigungsanlagen erhalten. Darüber glänzen die goldenen Kuppeln der Alexander-Newski-Kathedrale und verweisen auf eine ganz andere Epoche der bulgarischen Geschichte. Ebenso vielfältig wie die Geschichte präsentiert sich die religiöse Landschaft Bulgariens. Obwohl das orthodoxe Christentum das religiöse Leben des Landes maßgeblich prägt, gehören Moscheen, Synagogen und katholische Kirchen ebenso zum kulturellen Erbe. Auf einer Bulgarien-Kleingruppenreise wird diese Vielfalt unmittelbar erlebbar!
Bulgarien mit allen Sinnen
Staunend betrachten Sie die Ikonen und Fresken des berühmten Rila-Klosters, bevor der Blick über die beeindruckende Bergwelt schweift. Doch nicht nur für das Auge ist Bulgarien eine wahre Freude! Zwischen Mai und Juni erfüllt der Duft der Damaszener-Rosen die Luft des Rosentals. Es ist das Zentrum der Produktion für Rosenöl, welches Bestandteil namhafter Luxusparfüms und Kosmetika ist. Wohlwollend nimmt die Nase auch die Gerüche der bulgarischen Küche wahr. Bei Kyufte und Kebapche kommen Fleischliebhaber auf ihre Kosten. Doch auch gefüllte Paprika, Schopska-Salat und Tarator-Suppe sind hier nicht wegzudenken!
Begleitet wird die Mahlzeit gerne von einem Gläschen lokalen Weins. Die bulgarische Weintradition geht über 4.000 Jahre zurück. Schon der griechische Geschichtsschreiber Herodot erwähnte die thrakischen Weine, die bis ins römische Reich exportiert worden sein sollen. Nach der sozialistischen Ära entwickelte sich die bulgarische Weinwirtschaft neu; viele Weingüter setzen heute wieder verstärkt auf regionale Rebsorten, traditionelle Verfahren und Qualität. Somit gehört eine Verkostung des bulgarischen Weins unbedingt zu einer Rundreise durch den Balkanstaat. Und für’s Gehör? Auch in dieser Hinsicht gibt es in Bulgarien allerlei! Musik und Tanz sind Teil der nationalen Identität. Zuerst beginnt eine Trommel, dann setzt die Gaida – der bulgarische Dudelsack – ein und ein mehrstimmiger Gesang erklingt. Nicht selten fassen sich die Menschen an den Händen und reihen sich zu einem gemeinsamen Horo, dem traditionellen bulgarischen Volkstanz, ein. So wird eine Bulgarien-Rundreise zu einer Reise, die nicht nur den Blick, sondern alle Sinne berührt!