Lofoten – Ungezähmte Inselwelt des Nordens

Lofoten – Ungezähmte Inselwelt des Nordens

Geheimnisvolle Schönheit im Land der Mitternachtssonne

Dezember 2022
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Wer mit der Fähre von Bodø über den Vestfjord in Richtung Lofoten unterwegs ist, wird unweigerlich von Ehrfurcht und einem erhabenen Gefühl ergriffen.

Dramatisch ist die Bergkulisse, die sich über den ganzen Horizont erstreckt und fast senkrecht aus dem Meer erhebt. Die Lofoten liegen hoch im Norden Norwegens, 100 bis 300 Kilometer nördlich des Polarkreises. Ihr Name bedeutet so viel wie „Luchspfote“, doch es braucht schon etwas Fantasie, um die Spur einer gigantischen Katze in der Form der aus 80 Inseln bestehenden Inselgruppe zu erkennen. Erfahren Sie in diesem Blogartikel, was die Lofoten so besonders macht – und warum Sie einer der schönsten Orte in ganz Norwegen sind!

Rorbu-Häuschen am Wasser in Hamnoy auf den Lofoten in Norwegen

Lofoten: Mächtige Berge, atemberaubende Fjorde und malerische Fischerhütten

Tollkühn schlängeln und winden sich die kleinen Straßen und Brücken durch die schwindelerregend schöne und ungezähmte Inselwelt der Lofoten – und geben immer wieder den Blick frei auf neue, überwältigende Szenerien. Zum Glück finden Reisende unterwegs viele Haltebuchten, um die einzigartigen Ausblicke genießen zu können. Denn auf den Lofoten jagt ein Höhepunkt den nächsten: Majestätische Gipfel, die steil aus dem Ozean emporragen, und traumschöne Felsenbuchten mit feinen Sandstränden, an denen die Norweger bei knackigen Temperaturen ein erfrischendes Bad nehmen. Der Hauklandstrand oder die Kvalvika Beach – die Walfängerbucht, die nur zu Fuß durch eine kurze, aber steile Wanderung zu erreichen ist – sind nur zwei der vielen herrlichen Sandstrände auf der Inselgruppe. Die monumentale Landschaft der Lofoten hat auch pittoresken Momente – wie die kleinen Fischerdörfer mit ihren traditionellen, oft rot oder gelb gestrichenen Fischerhütten. Die als Rorbuer bezeichneten Holzhäuser schmiegen sich zwischen riesige Felsen oder trotzen, auf Stelzen im Wasser stehend, Wind und Wetter – und das teilweise schon seit über 150 Jahren. Wenn Sie auf den Lofoten unterwegs sind, werden Sie unweigerlich auf die typischen Holzgestelle treffen, auf Norwegisch „Stokk“ genannt. Hier werden Dorsche nach dem Fang und dem Ausnehmen drei Monate lang an der klaren, frostigen Nordluft getrocknet. Dabei fermentiert der Fisch und wird nahezu unbegrenzt haltbar. 

Stockfisch trocknet an Holzgestellen auf den Lofoten in Norwegen

Stockfisch auf den Lofoten – eine jahrhundertealte Tradition

Weltweit haben die Lofoten das beste Klima zur Herstellung von getrocknetem Dorsch. Daher gilt Stockfisch von den Lofoten als echte Delikatesse. Jeder Jahrgang entfaltet beim Reifen seine eigenen, charakteristischen Aromen – wie ein guter Wein. Bis heute wird der Stockfisch so hergestellt wie schon seit Jahrhunderten, ganz ohne moderne Technik oder künstliche Zusatzstoffe. Nach dem Trocknen im Freien muss der Fisch in speziellen Trockenräumen bis zu 12 Monate nachtrocknen. Für die Zubereitung wird er sieben Tage lang gewässert und gekocht oder gebacken.  Die Norweger essen ihn jedoch auch pur als Zwischenmahlzeit.

In einer Gegend, in der weder große Viehherden gehalten, noch Ackerbau betrieben werden kann, war der Stockfisch jahrhundertelang überlebenswichtig – daher ist er ein wichtiges Stück Tradition, auf das die Norweger sehr stolz sind. Seit über 6.000 Jahren leben Menschen auf den Lofoten und es heißt, schon die Wikinger hätten Stockfisch auf ihren Seefahrten mit an Bord gehabt. Einen wunderbaren Eindruck vom Leben der Wikinger können Sie sich übrigens im Wikingermuseum in Borg machen.

Mitternachtssonne auf den Lofoten in Norwegen

Mitternachtssonne und Nordlichter im Norden Norwegens erleben

Die Lofoten haben nicht nur den wohl besten Stockfisch der Welt, sondern sind auch der ideale Ort, um die Nordlichter im Winter und die Mitternachtssonne im Sommer zu bestaunen. Im Mai und Juni taucht die niemals untergehende Sonne die Insel in warmes Orange und Rot – wie ein immerwährender Sonnenuntergang. Die Menschen surfen, baden, paddeln, angeln, wandern und feiern die ganze Nacht hindurch. Unter der golden leuchtenden Mitternachtssonne am Strand zu sitzen, als ob die Zeit stillstünde – ein überirdisch schönes und einmaliges Erlebnis. September, Oktober, Januar und Februar sind dagegen die besten Monate, um das faszinierende Spektakel der Polarlichter am Firmament über den Lofoten zu genießen.

In den Sommermonaten sollten Sie unbedingt eine Bootstour machen – so erleben Sie nicht nur die Lofoten aus der Perspektive ihrer Bewohner, die meist Fischerei betreiben, sondern können auch erstaunliche Orte erkunden, die sonst nur schwer zu erreichen sind. Dazu gehört der Trollfjord, der auch Teufelskanal genannt wird. Vom Wasser aus wirken die Fjorde in Norwegen noch beeindruckender – das gilt besonders für den engen Trollfjord mit seinen senkrecht in die Höhe ragenden Felswänden. Auf den Lofoten sagt man sich, dass hier einige der letzten Trolle leben – und in dieser abgeschiedenen und imposanten Landschaft lässt sich das leicht glauben. Doch das gigantische Bergpanorama wird Sie auch ohne Trolle fesseln und mit etwas Glück erspähen Sie unterwegs Seeadler oder Robben.

Auch für Wanderer sind die Lofoten ein Paradies mit unzähligen Möglichkeiten: Neben aufregenden Wanderungen für alle Schwierigkeitsgrade gibt es hier auch alpine Gipfeltouren, die überwältigende Ausblicke versprechen. Eine der schönsten Touren führt auf den Reinebringen in Moskenes, nahe dem abgelegenen Fischerdorf Reine. Auch der Blick vom Gipfel Fastvagtinden oder Tjeldbergtinden auf das pittoreske Inseldorf Henningsvær und über das weite Nordmeer ist wohl einmalig auf der Welt. Wer es flacher bevorzugt, sollte einen Spaziergang über die alte, stillgelegte Küstenstraße vom wunderschönen Hauklandstrand zum nicht weniger reizvollen Strand von Uttakleiv unternehmen.

 

Reine auf den Lofoten in Norwegen mit Blumen im Vordergrund

Hinreißende Fischerdörfer und nordische Kunst

Nach so vielen aufregenden Naturerlebnissen zieht es Sie vielleicht wieder einmal unter Menschen. Überall verstreut an der Küste der Lofoten finden Sie charmante Fischerdörfer wie Å oder Leknes – jedes mit seinem eigenen Flair. Einen Besuch wert ist auch Svolvær ganz im Südosten – mit 4714 Einwohnern die größte Stadt der Inselgruppe. Hier leben nicht nur viele Künstler und Kunsthandwerker, auch das Nordnorwegische Kunstzentrum ist hier beheimatet. Wer etwas Zeit hat, sollte auch das sehenswerte Lofoten Kriegsmuseum erkunden.

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